A week in New York - what not to miss ...

Man kann über die Vereinigten Staaten und mit ihnen verbundene Themen oder Personen denken, wie man will: New York ist lebendige Faszination. Das war immer schon so - und das wird auch immer so bleiben. Zumindest für uns.

Und dann wurde unlängst ein Traum für uns wahr: Mit Kind & Kegel hieß es, auf in den Big Apple. Sieben ganze Tage, sechs Nächte würden wir die Stadt unsicher machen. Wie es uns dabei erging, lässt sich lebensecht in unserem Reise-Logbuch nachlesen. Denn zwischen Burger, Hot Dogs, Pizza, Cupcakes, Bagels & Co. musste Zeit sein, diese unglaublich vielfältigen Eindrücke auf alle Sinne für die Nachwelt festzuhalten.

Beam us there, Scotty ...

Just a short intro

Wir wohnen mitten in Manhattan, dem Kern des heutigen New York City, Heimat von rund 8,4 Millionen Menschen. Die gesamte Metropolregion hat ja fast 19 Millionen Einwohner und ist damit die bevölkerungsreichste Stadt der Vereinigten Staaten. Fünf Stadtteile sind es, die sich über eine Gesamtfläche von 783,8 km² erstrecken: die Bronx, Brooklyn, Manhattan eben, Queens und schließlich Staten Island. Durch NYC fließt der Hudson River, die Brooklyn Bridge führt über den East River. Als Bürgermeister amtiert derzeit Bill de Blasio.

So viel zu den harten Fakten zur Stadt, die einst niemals schlief. Neueren Berichten zufolge wandelt sich New York diesbezüglich übrigens, da sich die 24/7-Mentalität verändert. Es sind aber angeblich vor allem wirtschaftliche Hintergründe, die vielen Läden nicht mehr ermöglichen, rund um die Uhr geöffnet zu halten und teurer werdendes Personal zu finanzieren. Aber wenn man als Familie unterwegs ist, braucht man sowieso keine Bespielung von 0 bis 24 Uhr. Es genügt völlig, wenn 16 bis 18 Stunden der Tageszeit mit einem knallvollen Programm belegt sind :-)

Um es nicht unerwähnt zu lassen: Wir haben alle beliebten Sehenswürdigkeiten der immer noch äußerst pulsierenden Stadt besucht und wahrlich genossen. Von der Statue of Liberty, dem Central Park und dem Times Square über das Empire State Building, das Rockefeller Center, die Grand Central Station, den Highline Park bis natürlich hin zur Brooklyn Bridge. Was aber tatsächlich unsere geheime Mission in den rund 170 Stunden, die wir verweilen durften, war, lässt sich kurz zusammenfassen: In the name of food...

Und daher: And now for something completely different...

New York ist immer noch der leibhaftige "melting pot", der Schmelztiegel, in dem Menschen aus unterschiedlichen Ländern dieser Erde zusammenkommen. Es waren die vielen Einwanderer, von Italienern oder Chinesen bis zu Mexikanern und zahllosen anderen Nationalitäten, die der Stadt an der Ostküste der USA ihren Stempel aufgedrückt haben. Und das lässt sich besonders gut auf einer kulinarischen Spurensuche erleben.

Unser bester Cupcake

Als Liebhaber jeglicher, schokoladiger Verführung wollten wir es in New York genau wissen und buchten schon im Vorfeld eine Tour rund um die süße Institution der Stadt: den Cupcake. Quer durch das immer noch kultige Greenwich Village, kurz als Village bezeichnet, führte uns der Rundgang (Gott sei Dank zu Fuß, um so wenigstens einen kleinen Teil der auf dem Weg zu sich genommenen Kalorien wieder abzutraben...). Spazierend erfuhren wir mehr über die Entstehung der sündigen "Tassenkuchen". Bei jedem Halt in mehreren, wirklich schnuckeligen Bakerys warteten schon reichhaltig gefüllte Vitrinen auf uns - überall hatten wir die Qual der Wahl, für welche Sorten wir uns entscheiden sollten. Denn die süßen Törtchen mit sündiger Cremehaube gibt es in unendlich vielen Geschmacksrichtungen. Sie sind bunt, absolut verführerisch und nicht dazu geeignet, Kalorien zu zählen. Dafür verströmen sie suchtmachende Düfte von Gewürzen, Zimt, Vanille oder Muskatnuss, und Schokolade. Ein Blick und ihre fröhliche Optik zaubert einem sofort ein Lächeln ins Gesicht. Und für so gut wie jeden Anlass gibt es den passenden Cupcake: für den Geburtstag, für Ostern, Weihnachten, Halloween und zum 4th of July, für Verliebte, für die Baby Shower Party, für Harry Potter Fans und und und.     

Wir haben das Ganze über getyourguide.com gebucht und unter anderem die aus der früheren Kultserie Sex and the City bekannte Magnolia Bakery besucht, außerdem fielen wir etwa bei Baked by Melissa oder Molly's Cupcakes ein. Wir sagen jetzt noch: Yummmmyyy!!!!! 

Entweder auf eigene Faust auf die Suche gehen oder eine Tour buchen unter: www.getyourguide.com

Unser bester Coffee-to-stay

Wer auf echt guten Kaffee steht und single origins liebt - auf zu Bird & Branch. Unweit des Times Square, in einer tatsächlich für NYC ruhigen Seitenstraße, sind wir bei strömendem Regen eingefallen. Um zu bleiben. Der üppige Duft der gerösteten Kaffees, der übrigens von Saint Frank Coffee stammt, umfing uns schon beim Eintreten und ließ uns bis zum Verlassen des schmucken, winzigen Coffee Shops nicht mehr los. Hell und weiß strahlten die Wände, Holz und andere Naturmaterialien vermittelten ein Gefühl von Freiheit. Bei Schönwetter hätten wir vermutlich den coffee-to-go geschnappt. Aber so kamen wir in den unvergleichlichen Genuss, eine kräftige Bohne to stay zu genießen. Ein klassischer "Latte" musste es sein, mit cremig-geschäumter Milch, serviert in der weiten Schale, die wunderbar von den Händen umfasst werden konnte, um sich nach dem Regen etwas aufzuwärmen und mit wunderhübscher Latte-Art-Zeichnung verziert. Als uns das Gebräu die Kehle hinunterlief, war es Zeit, kurz die Augen zu schließen, in sich zu gehen und einfach nur den grandiosen Kaffee zu spüren und zu schmecken. Ein durchdringender Moment, der uns in Erinnerung blieb. Und uns mega-fit für einen Tag voller neuer Eindrücke in NYC machte.

Hier einen Vorgeschmack holen: www.birdandbranch.com

Unser Must-Go while in NYC

Schon bei einem unserer letzten Aufenthalte im Big Apple hatte es uns die unglaublich intensive, mollige und wahnsinnig geschmackvolle Guacamole im Rosa Mexicano, einem typisch mexikanischen Restaurant angetan. Wenn die "Camareros" mit ihren urigen, hölzernen Servierwägen bei Tisch vorfahren, erlebt man einige ganz besondere Minuten: direkt vor einem wird da frisch und völlig authentisch nach dem Rezept der Lokalgründerin, Josefina Howard, eine der besten Guacamoles zubereitet, die wir je probiert haben. Ihr Geheimnis: no line. Dafür reichlich cremig-weiche Avocados, gewürfelte Tomaten und rote Zwiebel sowie Unmengen frischen Korianders, Chili und ein paar andere Gewürze für einen unfassbar guten Geschmack. Da bräuchte man fast gar keine Nachos, sondern nur einen Löffel - und dann könnte man sich schon Richtung höchste Genussebene löffeln....

Für Guacamole-Aficionados und Mexiko-Fans hier mehr Infos: www.rosamexicano.com

Unser bester Burger

Es war kommunikativ-eng, ohne Tischreservierung geht gar nichts, maximal 15 Minuten Verspätung sind erlaubt, sonst ist der Tisch weg: das sind die Fakten rund um das fleischige Kultlokal "Black Iron Burger". Wir waren in Midtown unterwegs. Ein Hit für alle Fleischtiger und burgerliebende Kids und Parents. Wir probierten verschiedene Burger-Variationen samt "sides", den begleitenden Zutaten. Da waren einmal The Black Iron Burger, ein Double 4oz Teil, all natural beef - natürlich, doppelt Meerettich-Cheddar, karamelisierte Zwiebelringe und eine pikante Meerettich-Mayonnaise oben auf. Oder der BIB Chicken Burger mit paniertem Hühnerfilet, Salat, Zwiebel, Tomate, Avocado plus einem Sensationsdressing aus Koriander, Ingwer, Zitronen- und Limettensaft nicht zu vergessen auf die halb-feurige Jalapeno-Mayo. Dann durften noch The Classic Burger mit einem 5oz Patty und ein hausgemachter 5oz Salmon Burger. Und weil die "Nebengeräusche" mindestens genauso wichtig sind, bestellen wir folgende Sides: Truffle Cheese Fries, mit Parmesan, Trüffelöl und Frühlingszwiebel, sowie Ai-oli Fries, mit Frühlingszwiebel, Speckwürfelchen und einem speziellen Aioli-Dressing. Damit etwas Knackiges dabei ist: Black Iron Caesar Salad.

www.blackironburger.com

Unsere bestePizza

In New York gibt es sich unzählige Plätze, an denen man eine echte, originale oder auch die beste Pizza der Stadt bekommt - je nach Marketingphilosophy. Ob das noch in Little Italy, dem einstigen Revier ausschließlich italienischer Einwanderer, ist, daran scheiden sich aber die Geister.

Wir haben ein wahres Prachtstück mit 100%-igem Genussfaktor jedenfalls ganz woanders gefunden, nämlich im Turnstyle Underground Market nächst dem Time Warner Building. Bei Champion Pizza heißt es "Pizza made in New York with love" - wir knusperten die klassische "American Pizza", mit Mozzarella, hausgemachter Marinara-Sauce und "roni" - würziger Rohwurst, auch als Peperoni bekannt - on top sowie die göttliche "Tuscany Chicken" mit Huhn, Mozzarella, massig viel Petersilie und cremigem Ranch Dressing.

Mehr Mund im Wasser läuft hier zusammen: www.championpizzanyc.com

Der Turnstyle Underground Market ist generell eine sensationelle, unterirdische Food Hall, die einfach grandiose neue food concept stores und crazy, coole, hippe Shops beherbergt. Nichts für Mainstream-Touristen, sondern etwas für echte Insider. 

Einen kultigen Vorgeschmack holt man sich hier: www.turn-style.com

Unser bester Hot Dog

Es stand schon länger auf unserer kulinarischen To-Do-Liste für New York City: Ein Hot Dog von Gray's Papaya. Im Movie "Fools rush in - Herz über Kopf" mit Salma Hayek und Matthew Perry hatte der kultige Schnellimbiss mit seinen "heißen Hunden" bereits einen Auftritt. Aber die one-and-only-original-hot-dogs sind nicht nur bei den New Yorkern selbst heißbegehrt. In dem bunten Laden an Ecke Broadway/72nd Street gelegen verspeisten wir daher auch den echten Klassiker - einen Franks, also Frankfurter (= Wiener) Würstchen mit "everything plus extra chili and cheese". Das "everything" sind Ketchup, Senf, Sauerkraut, Zwiebel und Relish. Dazu durfte es als Drink nichts anderes als 8oz des echten, namensgebenden Papaya Drinks sein. Und wie die waschechten Einheimischen wurde das Ganze natürlich direkt am Stehpult in der Kult-Location genossen. 

Der Weg zum besten Hot Dog im Big Apple: www.grayspapaya.nyc

Unsere besten 3 Neuentdeckungen

1. Cookie Dough

Und DO ist der Name eines brandneuen Shopkonzepts dazu. Das hat rein gar nichts mit "tun" zu tun, sondern geht es um nichts Anderes als Teig. Cookie Dough, der nicht gebackene, rohe Keksteig, so wie man wir als Kinder mit dem Finger aus Mutters Teigschüssel genascht haben, wird hier - glücklicherweise auch an Erwachsene verkauft ;-) Die Finger muss man sich auch nicht mehr unbedingt schmutzig machen, sondern die sündigen Doughs werden in Art Eisbecher "gescooped", also portioniert und von dort kann man sie genießerisch herauslöffeln. Die Sorten (es gibt quasi ein all-year-Sortiment und dann immer wieder saisonal variierende) lassen einem in Null komma Nichts das Wasser im Mund zusammenlaufen: signature chocolate chip, cake batter, sugar cookie, salty & sweet, peanut butter snickerdoodle, fluffernutter und viele, viele mehr.

Wenigstens mal Online Gusto holen: www.cookiedonyc.com

2. Edamame

Die japanische Bohne hat es uns angetan. In Japan, als Fingergericht bekannt, daher allerdings nur am Mittagstisch und nicht bei gehobenen Abendessen geduldet, weiß man seit langem, um ihre vielfältigen, gesunden Aspekte Bescheid. Die unreif geerntete Sojabohne ist nicht nur gesund und schmeckt knackig, leicht süßlich, frisch und "grün", sondern sie ist auch für Kids pfiffig zu essen: Mit den Fingern drückt man auf die äußere, etwas harte und häufig leicht mit Salz oder anderen Aromen gewürzte Hülle. Dadurch bewegen sich die im Inneren befindlichen weichen Bohnen aus der Hülse und man kann sie direkt in den Mund "ploppen". Ein geschmackvoller Appetizer der next generation, der auch abends zum Longdrink toll schmeckt, finden wir. 

Wir haben Edamame genau hier genossen: www.shokudonyc.com

3. Ramen & Sake

Sie schießen im Big Apple wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden - experimentelle, asiatische Ramen & Sake Bars. Heiße Suppen, in wuchtigen Töpfen, mit schwimmenden Zutaten von Nudeln bis Gemüse, sind bereits längere Zeit hip. Das große Schlürfen ist in NYC schon eine ganze Weile sehr beliebt, zumal die Suppen nicht nur rundum gesund sind, sondern auch echt Power und Kraft geben. Inzwischen geht es aber immer einfallsreicher zu. Neben den unverzichtbaren, namensgebenden japanischen Nudeln aus Weizenmehl, Salz und Wasser tummeln sich Ingredienzien wie Shrimp Tempura, Kimchee Pickles, Naruto (= japanisches Fischfleisch), pork belly chashu (= gegrillter, zarter Schweinebauch) und ähnlich authentische Goodies in den heißen Töpfen. Dazu wird nun aber auch endlich landestypisch getrunken, nämlich Sake. Der japanische Reiswein (sorry, sag niemals Reiswein zu einem echten Sake!) erlebt seit geraumer Zeit seinen weltweiten Durchbruch, die Ramen-Bars von New York haben dazu sicherlich ihren Beitrag geleistet. Während Sake von vielen noch als Aperitif oder Digestif getrunken wird – ähnlich einem trockenen Sherry, genießen die Freaks Sake anstelle von Weißwein, gekühlt oder kalt im Weißweinkelch serviert. Der Geschmack von Sake definiert sich über die verwendete Reisart, die Wasserqualität, die verwendete Hefeart und den Poliergrad der Reiskörner. Je höher der Poliergrad, umso „weiniger“ wird Sake, bis hin zu vielfältigen Fruchtaroma nach Melone, Birne, Pfirsich oder Banane.

Wir schlemmten und schlürften Ramen & Sake wie in Japan genau hier in NYC: www.eakramen.com

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