Das SCHMEXPERIMENT - ein Familienprojekt

Wenn man selbst sein Leben lang mit Essen und Trinken, Genuss und Geschmack zu tun hat, dann ist Alles, Berufliches wie Privates, gänzlich miteinander vermischt. Es gibt keine fixen Arbeitszeiten.

Genausowenig wie Uhrzeiten für das Genießen festgelegt sind. Das ist alles kein Job. Das ist eine Berufung, das ist eine Passion, das ist eine Liebe, das ist eine Lebensaufgabe. Natürlich gilt diese 24/7. An jedem einzelnen Tag im Jahr, von den Jahreszeiten unabhängig. Und mit jeder Faser des Körpers wird sie gelebt. Und dann färbt das Ganze unweigerlich und ohne dass man einen regulierenden Einfluss darauf hätte, auf das gesamte Umfeld ab. Voilà: Die Genusskinder sind geboren. Ein Mädchen und ein Junge, inzwischen plus/minus ein Jahrzehnt auf dieser herrlichen Erde, haben sich ihren ganz ureigenen Gaumen in unserem Umfeld und unter unserer Anleitung ausgebildet. Zuerst haben sie uns beäugt, wie wir - Vater und Mutter - Lebensmitteln gegenüber treten. Wie wir sie wertschätzen, wie wir sie behandeln, wie wir sie verarbeiten und schließlich erschmecken, degustieren, genießen und beschreiben. Mittlerweile sind sie es selbst, die betrachten und erfühlen, beschnuppern und verkosten und sich ihre eigene Meinung bilden. Da wird neugierig und mutig probiert, was zu unserer Türe hereinkommt.

Und genau aus dieser Stimmung heraus ergab sich unlängst ein Familienprojekt - das so genannte SCHMEXPERIMENT.

Was steckt dahinter?

Die Challenge, die wir uns als Family vornahmen, war es, sich jeden Tag des Jahres ein anderes, neues, wenig oder gänzlich unbekanntes, bisher eher kaum beachtetes oder stiefmütterlich behandeltes Lebensmittel herzunehmen und dieses zu verkosten. Es ging darum, neue Gewürze und Geschmäcker kennenzulernen, sich "zu trauen", zu probieren und zu schmecken. Lebensmitteln eine Chance geben, das soll es sein, und damit den eigenen Gaumen für Neues zu öffnen. Dass es eine rechte Herausforderung werden könnte, im Laufe eines ganzen Jahres 365 verschiedene Besonderheiten zu finden und auszuwählen, täglich am Ball zu bleiben und sich auch von weniger schmackhaften Kosterlebnissen nicht von der Mission abbringen zu lassen - dafür waren wir gewappnet. Als Familie gilt: Gemeinsam sind wir stark. Geht nicht, gibt's nicht. Und ganz nach dem Motto der Musketiere: Einer für alle und alle für einen. Also: Los geht's.

  • Tag 1 Pinienkerne
  • Tag 2 Tee ohne Zucker
  • Tag 3 Rosenwasser
  • Tag 4 Wakame
  • Tag 5 Falafel
  • Tag 6 Mungobohnenkeimlinge
  • Tag 7 Griechischer Bergtee
  • Tag 8 Zimt versus Zimtkassie
  • Tag 9 Radieschensprossen
  • Tag 10 Schokolade "Rosa Kokos und FischGummi"
  • Tag 11 Kapern in Salz
  • Tag 12 Kaki
  • Tag 13 Indischer Gewürz-Mix (Zimt, Muskat, Lorbeer, Kardamom, Kreuzkümmel, Kurkuma et al.)
  • Tag 14 Grünkohl
  • Tag 15 Indische Mangocreme
  • Tag 16 Guacamole (Avocado, Koriander, Tomate, Cayenne, Limette, Kreuzkümmel)
  • Tag 17 Sesam weiß. Sesam schwarz.
  • Tag 18 Karotte. Purple Haze. Gelbe Marie
  • Tag 19 Isländischer Skyr
  • Tag 20 Gojibeeren
  • Tag 21 Jasminreis
  • Tag 22 getrocknete, weiche Marille
  • Tag 23 Safran versus Saflor
  • Tag 24 Sinapis alba (Weißer Senf)
  • Tag 25 Brassica negra (Schwarzer Senf)
  • Tag 26 Litschi
  • Tag 27 Ajvar, mild
  • Tag 28 geröstete Kichererbsen
  • Tag 29 Kala Namak
  • Tag 30 Johannisbrot
  • Tag 31 grüne Mungobohnen
  • Tag 32 japanischer Mochi-Reis
  • Tag 33 gerösteter Mais
  • Tag 34 Maulbeeren-Sirup
  • Tag 35 Grammeln
  • Tag 36 Gebirgsblütenhonig
  • Tag 37 knusprige Physalis
  • Tag 38 Fruchtpüree (Granatapfel, Acerola, Apfel, Himbeere)
  • Tag 39 Chili-Topfen
  • Tag 40 Alpen-Buchweizen
  • Tag 41 Grapefruit
  • Tag 42 Gartenkresse (lepidium sativum)
  • Tag 43 Hirsebällchen mit Meersalz
  • Tag 44 Chiltepin-Chili
  • Tag 45 frische Dille
  • Tag 46 getrockneter Oregano
  • Tag 47 Stangensellerie
  • Tag 48 Petersilie
  • Tag 49 Olivenöl Extra Vergine
  • Tag 50 Mädesüß

Bilder unseres Schmexperiments

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